Grüne kritisieren Kürzung der Programmförderung für Bürgerradio in Nürnberg


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Die Programmförderung der BLM ignoriert viele gesellschaftliche Gruppen
Online-Tool zur Visualisierung vorgestellt: /programmfoerderung-blm/

Medienvielfalt ist ein hohes Gut. Unabhängige und in BürgerInnen-Hand befindliche Medien sind wichtig, um die Meinungsvielfalt zu sichern und zu stärken. Mit Radio Z in Nürnberg und Radio Lora in München gibt es bayernweit lediglich zwei freie Community-Radios, also Radiosender, die als Vollprogramm von Bürgerinnen und Bürgern in Form eines gemeinnützigen Vereins betrieben werden.[22] Die beiden grünen Medienpolitiker Thomas Pfeiffer und Verena Osgyan finden es deshalb unverständlich, warum der Medienrat der Bayerische Landesanstalt für neue Medien (BLM) in seiner jüngsten Sitzung vom 7. Februar 2013 beschlossen hat, die beantragte Förderung von Programmen des Radiosenders Radio Z in Nürnberg um 20% zu kürzen, obwohl es der Etat hergegeben hätte.
Die Förderung von Radio Z und Radio Lora aus dem Programmetat der BLM macht nach diesem Beschluss mit 21.808 Euro (Radio Z) und 11.975 € (Lora) zusammen nicht einmal 5% des gesamten Programmetats der BLM in Höhe von 0,66 Mio. € für den Hörfunk aus. Der Rest fließt in Produktionen, die überwiegend im Rahmen von Programmfenstern in kommerziellen, privaten Radiosendern ausgestrahlt werden.

Online-Tool zur Visualisierung
Programmförderung durch die BLM
Programmförderung durch die BLM: Viele gesellschaftliche Gruppen ignoriert.

Es ist nicht nur bezeichnend, welche Sender die BLM fördert, sondern auch, welche Inhalte sie fördert bzw. nicht fördert. Die Hörfunkförderung durch die BLM hat der grüne Landtagskandidat und Medienpädagoge Thomas Pfeiffer aus München anschaulich gemacht. Auf seiner Webseite http://thomas-pfeiffer.de/programmfoerderung-blm/ kann man in die einzelnen Förderbereiche, von Kultur, über Religion bis Umwelt und Energie hinzoomen und sich anzeigen lassen, welche Sendungen wie stark gefördert werden. Dabei erkennt man z.B., dass für evangelische Hörfunkprogramme (63.450 €) geringfügig mehr ausgegeben wird als für katholische (51.557 €), jüdische oder muslimische Hörfunkprogramme findet man unter den geförderten Sendungen allerdings gar nicht. Kritik übt der Medienpädagoge Pfeiffer auch im Förderbereich Musiksparten. Die BLM gibt 35.680 € für die Förderung von Volksmusiksendungen in Bayern aus, aber nur 7.439 € für Jazz-Programme. Sendungen zu Weltmusik, klassischer oder elektronischer Musik sucht man vergeblich.

Thomas Pfeiffer dazu:

Es ist die Aufgabe der BLM, die religiöse und kulturelle Vielfalt im bayerischen Hörfunk zu fördern. Sie darf sich nicht darauf berufen, dass keine vielfältigen Förderanträge gestellt würden. Vielmehr muss sie aktiv Werbung betreiben und darauf hinwirken, dass auch Anträge für z.B. muslimische Sendungen oder Musiksendungen zu modernen Genres wie z.B. Drum’n-Bass gestellt werden.

Dazu Verena Osgyan, Grüne Landtagskandidatin in Nürnberg-West:

Radio Z bietet seit mehr als 25 Jahren ein vielfältiges Programm auf überwiegend ehrenamtlicher Basis, mit regionaler Musik abseits des Mainstreams und muttersprachlichen Beiträgen für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Der Einschnitt der Fördersumme schadet der regionalen Medienvielfalt zwangsläufig. Auch wenn die BLM bei Radio Z nur Sendungen mit medienpädagogischem oder Unwelttschwerpunkt fördert, ist das ein wichtiger Baustein, um hochwertig produzierte Beiträge im Rahmen des Programm-Mix zu ermöglichen. Hier wird ohne Not am komplett falschen Ende gespart und fragwürdige Rechenexempel rund um einsparbare Produktionskosten aufgestellt. Wir Grünen fordern daher, die Förderrichtlinien der BLM umzustellen, um grundsätzlich eine sendungsunabhängige Basisfinanzierung von Community-Radios zu ermöglichen.

Für Rückfragen erreichen Sie

Thomas Pfeiffer: 0179 9256331
Verena Osgyan: 0170 4118980
Lesen Sie bitte auch Zwischen Subvention und Konzentration: Grüne legen Rechtsgutachten zur Finanzierung des bayerischen Lokalrundfunks vor